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| Orchester der Staatsoper Timisoara Als „kleines Wien“ Rumäniens wurde Timisoara am Anfang des 18. Jahrhunderts bezeichnet. Theatergruppen nahmen zahlreiche, auch klassische, Werke in ihr Repertoire auf. Ein Jahrhundert später sollten Deutsche, Ungarn, Italiener und Kulturbegeisterte aus Siebenbürgen über 50 Opernaufführungen zum Besten geben. Die politische Situation spiegelt sich in der Geschichte Timisoaras wieder: 1872 wurde das Franz Josef Theater aus der Taufe gehoben, 1940 wiederum hieß es, dem rumänischen Opernhaus Cluj Zuflucht zu bieten. Als dessen Ensemble nach dem Krieg wieder zurück nach Cluj ging, schien der Zeitpunkt gekommen, ein eigenes Opernhaus zu gründen. Der Premiere, Verdis Aida, wohnten Tausende Besucher bei.
Allein in den ersten 25 Jahren seines Bestehens wirkte das Orchester in 393 Opernaufführungen (38 Werke),, 474 Operetten (14 Stücke) und 103 Ballettvorführungen (18 Titel). Doch dann, man schrieb 1983, kam Ion Iancu, der in Ceausescus Diktatur Vorteile zu erkennen meinte. Was folgte, waren drastische Kürzungen des Budgets – künstlerische Erfahrung war nunmehr weniger gefragt als gute Managementfähigkeiten. Im Jahre 2000 übernahm der weltbekannte Tenor Corneliu Murgu den Posten des Generalmanagers. Das Ensemble gewann an Frische, führte jede wichtige Oper und Operette auf, ging nicht nur in Bulgarien, sondern auch in Spanien, Deutschland, Italien, Qatar, Portugal und den Niederlanden auf Tour. 2004 schließlich wurde Timisoara zum Staatsopernhaus gekürt. Wegen seiner Erfolge, seiner qualitätsvollen künstlerischen Darbietung und seines gewaltigen, aber beständigen Repertoires, das klassische und moderne genauso wie lokale Kompositionen vereint. 55 Musiker verleihen dem Orchester Stärke.
Der Chor Verdi, Puccini, Tschaikowsky, Lehár , Strauß, Beethoven, Gouvnod, Wagner, Donizetti, Leoncavallo,Mozart, Mussorgsky, Bizet, Orff, Schubert, Borodin, Humperdinck, R. Strauß, Flotow, Fr. Loewe, Bellini – der Chor des rumänischen Stattsopernhauses Timisoara singt die wichtigsten Opern und Operetten der Meister der Musikgeschichte. Das Ensemble der Timisoara Nationaloper ebnete vielen Musikern, darunter Iuliu Mare, Simina Ivan, Marilena Chirici, Teodora Ciucur, Naricisa Brumar und Dan Pataca, den Weg zu den Brettern, die die Welt bedeuten. Nach der Eröffnung des Opernhauses im Jahre 1946 zeichnete der erste Chorleiter, Komponist Hermann Klee, den Erfolgsweg vor, indem er seinen Chor erfolgreich auf die großen Titel vorbereitete: auf Stücke wie „Aida“, „La Traviata“, „Madame Butterfly“, „Cavalleria rusticana“, „Eva“, „Tosca“, „I Pagliacci“, „Il Barbiere di Sevilla“ oder „Rigoletto“. Mit 50 bis 100 Sängern, Solisten, Orchester und Ballettänzern zählt das Opernhaus zu den wichtigsten kulturellen Institutionen Rumäniens. Die Künstler bereichern nicht nur die heimische Szene, sondern gastieren auch auf internationalen Opern- und Operetten-Festivals in Italien, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Ungarn, Bulgarien, Ex-Jugoslawien, der Schweiz, Frankreich, Quatar und nun auch in Österreich. |