Anatevka

 

 

Künstlerische Leitung

OS18 Portraitfoto SaschaNaderSascha Nader

Der OperettenSommer Kufstein hat einen neuen künstlerischen Leiter: Er heißt Sascha Nader, kommt aus Wien und wird dem Festival ab sofort seine künstlerische Ausrichtung geben. Er folgt damit Rudolf Berger, der seit der Gründung vor elf Jahren diese Funktion inne hatte. Sascha Nader kennt den Festspielsommer in Kufstein schon sehr gut; in den letzten Jahren war er jeweils mit leitenden Aufgaben dabei. Er ist ausgebildeter Sänger und hat seine musikalische Heimat an der Wiener Volksoper. Seine jahrzehntelange Erfahrung mit dem Musiktheater und mit internationaler Produktion machen ihn zu einem prädestinierten Partner für Kufstein. Er ist Eigentümer des Künstlermanagements Proscenium sowie Gründer des Casting Tools myCAST.is. In den elf Jahren seines Bestehens hat der OperettenSommer viele wunderbare Produktionen herausgebracht und sich in die Herzen der Zuseher gespielt. Nun möchte ich ihm aus meiner Erfahrung und mit meinen Ideen frische Impulse verleihen, gemeinsam mit Josef Resch, allen Mitarbeitern und vor allem unserem treuen Publikum neue, interessante Wege beschreiten.“, sagt der neue künstlerische Leiter. Seine erste Saison wird er am 3. August 2018 mit Jerry Bocks Musicalklassiker „Anatevka“ eröffnen, der liebenswerte Milchmann Tevje und sein berühmtes „Wenn ich einmal reich wär’...“ werden die Festung mit Stimmung erfüllen. 

Produktionsleitung und Regieassistenz

Angela Schweiger FotoAngela Schweiger

Die gebürtige Salzburgerin Angela Schweiger maturierte am Akademischen Gymnasium Salzburg und erhielt gleichzeitig eine musikalische Ausbildung am Mozarteum (Klavier, Blockflöte). In Wien schloss sie ein Studium der Geschichte und Theaterwissenschaften ab, verbunden mit zwei längeren Auslandsaufenthalten an der Université VI in Paris. Seit 1998 ist sie in der Opern- und Theaterbranche in diversen Funktionen tätig. Erste Engagements führten Angela Schweiger ans Salzburger Landestheater und an die Oper Graz als Regieassistentin und Abendspielleiterin. Bei den Salzburger Festspielen war sie Jürgen Flimms persönliche Assistentin und betreute Produktionen wie King Arthur und die Zauberflöte. 2003 wurde sie an die Volksoper Wien als Spielleiterin verpflichtet, wo sie noch immer tätig ist und ein breitgefächertes Repertoire an klassischen Opern, Operetten und Musicals szenisch betreut. Auch ist Angela Schweiger am New National Theatre Tokio, Japans einzigem bestehenden Opernhaus, gern gesehener Gast als Revival Director diverser Produktionen. Zusammenarbeit mit international bekannten Regisseuren wie Robert Herzl, Lutz Hochstraate, Jürgen Flimm, Graham Vick, Herbert Kaplmüller, Stein Winge, Robert Carsen, Stephen Lawless, Joseph Köpplinger, Dietrich Hilsdorf, Arturo Marelli, Jean-Louis Martinoty, Thomas Enzinger, Olivier Tambosi, sowie mit namhaften Dirigenten wie Ricardo Muti, Nikolaus Harnoncourt, Philippe Jordan, Dan Ettinger, Alfred Eschwé, Hans Graf, Rudolf Bibl, David Levi u.a. Seit 2008 ist Angela Schweiger als Regieassistentin und Abendspielleiterin fixer Bestandteil des Operettensommers und seit 2017 auch als Teil der Produktionsleitung.

Dirigent

Lorenz Aichner FotoLorenz C. Aichner

Der gebürtige Salzburger erhielt schon im Alter von fünf Jahren Klavierunterricht an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst „Mozarteum“. Ab 1997 studierte er an der Musikuniversität Wien Dirigieren, Chorleitung, Komposition und Korrepetition und stieg noch vor Abschluss des Studiums 2003 am Theater Erfurt als Assistent des Generalmusikdirektors ins Berufsleben ein. Im Herbst 2002 war er für Tristan und Isolde bei den Salzburger Kulturtagen musikalischer Assistent von Leopold Hager. In der Saison 2007/08 wurde Aichner stellvertretender Chordirektor an der Hamburgischen Staatsoper. Nur ein Jahr später wechselte er als 1. Kapellmeister und stellvertretender Musikdirektor ans Theater Hof. Parallel zu seiner Tätigkeit als Operndirigent, arbeitete er im Rahmen von Konzerten und Tourneen mit Orchestern wie dem Radio-Symphonie-Orchester Wien, dem Orchester der Volksoper Wien, dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, dem Mozarteum Orchester Salzburg, den Hofer Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Kuri Symphony Orchestra Seoul und dem Urban Pops Orchestra Seoul (Südkorea) sowie dem Kasugai City Philharmonic Orchestra (Japan) und der österreichisch-koreanischen Philharmonie zusammen. An der Volksoper Wien gab Lorenz C. Aichner 2012 sein Debüt mit dem Musical „Die spinnen, die Römer!”. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Kapellmeister dieses Hauses und übernahm bisher die musikalische Leitung zahlreicher Produktionen, wie „Kiss me, Kate”, „Der Zauberer von Oz”, „Der Mann von La Mancha”, „Axel an der Himmelstür”, „Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen”, „Die Zirkusprinzessin”, „Im weißen Rössl” und zuletzt „Gypsy“. Aus seinem breitgefächerten Repertoire sind „Die Zauberflöte”, „Don Giovanni”, „Hänsel und Gretel”, „Die verkaufte Braut”, „Boris Godunow”, „La Bohème”, „Tosca“, „Il Trovatore”, „La Wally”, „Die lustige Witwe”, „Eine Nacht in Venedig”, „Der Wildschütz”, „Zar und Zimmermann“, „Der Vogelhändler“, „Il Pagliacci”, „Fürst Igor“, „Fidelio“, „Don Pasquale” und „West Side Story“ nicht wegzudenken. 


Regie

Didi Straßer FotoDidi Straßer

Nach den Inszenierungen von DIE LUSTIGE WITWE, GRÄFIN MARIZA, MY FAIR LADY und THE SOUND OF MUSIC hat mir die neue künstlerische Leitung des OperettenSommers die Inszenierung des Musicals ANATEVKA anvertraut. Anatevka“ erzählt viele Geschichten. Wer dieses Musical einmal gesehen hat, dem geht es lange nicht mehr aus dem Kopf. Vordergründig handelt das Musical ganz einfach von der Familie eines armen Milchmanns. Nach alter Väter Sitte will er seine drei heiratsfähigen Töchter unter die Haube bringen will – nämlich ohne sie zu fragen, mit Männern seiner eigenen Wahl. Doch die Jungen fügen sich nicht mehr. Sie wollen über sich selbst bestimmen. Und so erzählt „Anatevka“ von einer Welt am Scheideweg, in der nicht nur die traditionelle Heiratsvermittlung auf dem Spiel steht, sondern schlichtweg das ganze bisherige Leben. Die Identität der Menschen steht infrage, weil ihre Ansichten und Gewohnheiten nicht länger greifen. Plötzlich soll das alles von gestern sein. In das Gefühl, dass die Dinge sich rasend schnell verändern, können auch wir uns heute sehr gut hineinversetzen, doch für die Juden des Dorfs Anatevka geht es nicht nur um Ideale, sondern ums nackte Leben: Man duldet sie nicht mehr. Während man sich in Anatevka noch Gedanken über die rechte religiöse Lebensweise macht, werden Polizei und Militär mit der Räumung des ganzen Dorfes beauftragt. Am Ende lassen die Menschen ihr gewohntes Leben zurück. Sie werden in alle Welt zerstreut. Und auch dies ist eine Erfahrung, die uns heute angeht, wo die Zahl der Flüchtlinge und der Vertriebenen weltweit neue Höchststände erreicht hat. Wenn nun der Operettensommer Kufstein Anatevka auf die Bühne bringt, geht es nicht einfach nur um irgendein Musical, sondern um einen Klassiker, der keineswegs ausgedient hat. „Anatevka“ ist nicht nur schicksalsschwer: Es steckt voller humorvoller Momente, die vor allem Tevje und seine inneren Kämpfe ins Zentrum stellen: einen weichherzigen Patriarchen, der eine Bastion nach der anderen räumt. Der in Kufstein bekannte und beliebte Gerald Pichowetz wird diesen vielschichtigen Mann verkörpern. Eine Traumrolle, wie er selbst sagt! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kostümbildnerin Andrea Kuprian, die im letzten Sommer sehr erfolgreich für die Kostüme vom ZIGEUNERBARON verantwortlich war. Mit im Team wird der Choreograph Harald Baluch sein. Er war 20 Jahre Solotänzer an der Volksoper und hat vor einigen Jahren eine erfolgreiche neue Karriere als Choreograph begonnen. Mit ihm arbeite ich zum ersten Mal zusammen. Wir wollen mit Hirn und Herz dieses wunderbare Stück auf die Bühne der Josefsburg bringen, als gute Unterhaltung mit einem Blick in die Geschichte, bei dem die Gedanken in unsere Gegenwart wandern.

SolistInnen

Kostüme

folgt in Kürze 


Choreographie

Harald Baluch FotoHarald Baluch

1967 in Wien geboren Ausbildung zum Tänzer an der Ballettschule der Österreichischen Bundestheater Lehre als Bürokaufmann mit erfolgreichem Abschluss Engagement als Tänzer ans Wiener Raimundtheater Wechsel an die Wiener Volksoper Avanciert zum Halbsolisten Ernennung zum Solotänzer der Wiener Volksoper Viele Rollen im klassischen und neo-klassischen Ballett getanzt Von 1992 – 2006 ständiger Gast der Slowakischen Staatsoper Bratislava 1992 Gastsolist bei den Bayreuther Festspielen 1997 - 1998 Gastsolist im Schweizer Stadttheater St. Gallen 2000 Besuch der Universität Wien im Studienzweig Bühnenbeleuchtung und Lichtregie, sowie Kurse in PR für Kunst und Kultur 2001 Gast im Serbischen Nationaltheater Novi Sad 2002 Ehrengast des Irländischen Nationalballetts Seit 2004 Obmann vom „Verein Ballett der Wiener Volksoper“, der die Aufgabe übernommen hat, den Wiener Tanzstil zu erhalten und zu verbreiten Seit 2006 Träger des Ehrenkreuzes der Republik Österreich Lehrer am Max Reinhardt – Seminar Gasttrainer im Theater Baden, Salzburger Landestheater,...

Choreografische Assistenzen bei Susanne Kirnbauer, Matyas Jurkovic, Renato Zanella, Ismael Ivo, Georgio Madia,...Choreografien von Anatevka, Der Mann von La Mancha, Wiener Blut, Bettelstudent, Gräfin Mariza,.. Sowie seit vielen Jahren für die Neujahrskonzerte in Asien (Japan, Korea, China,....)Wiederholt als Choreograf bei den Seefestspielen Mörbisch tätig

Ballett

Ballett FotoEuropaballett St. Pölten

Das Europaballett St. Pölten blickt mittlerweile auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Unter dem ehemaligen Wiener Staatsoperntänzer und künstlerischen Leiter des Europaballetts Michael Fichtenbaum gelangte das Ensemble aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt zu internationalen und nationalen Erfolgen.Seit 2011 hat das Europaballett im „Theater des Balletts“ in St. Pölten, Oriongasse 4 seine Heimat gefunden. Monatliche Ballettproduktionen auf hohem Niveau sowie Choreographien und Inszenierungen von namhaften KünstlerInnen - u.a. RENATO ZANELA, ARTHUR KOLMAKOV, PETER BREUER, RAINER FEISTEL - sind im Jahresprogramm Fixpunkte. Aber auch MICHAEL FICHTENBAUM inszenierte und choreographierte sehr erfolgreich Werke wie u.a. „Das Hohelied“, „La Clemenza di Tito“ (1.Ballettversion), „La Boheme“(1.Ballettversion) sowie „Wiener Bon Bon“, „Souvenir aus Wien“, „Romeo & Julia“„Cinderella“, „Rotkäppchen“, „Alexis Sorbas –The Greek“, „FALCO –the Story“„Barock –it Ballet Vol. I und II“. Als Höhepunkt in der Saison 2017/18 gilt die große Euro Tour mit der Produktion „Austrian Gala“ im Nationalther Croatia Osjiek, Györ, Tirana, Kavalja, Castellofranco (in Planung Brünn, Heidenheim, Clichy). Besonders Werke von Johann Strauß, Franz Lehar und vielen österreichischen Operettenkomponisten stehen am Tourplan des Europaballetts. Es will damit ganz besonders auf die Verbindung der Oper, Operette und dem Ballett als heimische Tradition aufmerksam machen. Als offizielle Europastadt ist die Landeshauptstadt St.Pölten ganz besonders stolz auf sein Ensemble, vor allem, wenn es bei diversen Sommerproduktionen mit seinem Niveau bei vielen tausenden ZuseherInnen für Euphorie und Freude sorgt.

Chor

OS18 Chor Foto c Barbara Palffy

Konzertvereinigung Wiener Volksopernchor

Die "Konzertvereinigung Wiener Volksopernchor" besteht aus professionell ausgebildeten, fest an der Volksoper Wien engagierten ChorsängerInnen. Bei Projekten außerhalb der Volksoper tritt der Chor unter dem Namen "Konzertvereinigung Wiener Volksopernchor " auf. Das Betätigungsfeld des Chores umfasst die Aufführung szenischer Produktionen sowie konzertanter sinfonischer Werke. Der Chor wurde im Jahr 1946 als "Chorvereinigung staatliche Volksoper" unter der Leitung von Leopold Emmer gegründet. Das erste Konzert fand im Februar 1947 mit "Des Heilands Kindheit" von Hector Berlioz im Großen Musikvereinssaal in Wien statt, 1981 änderte sich der Name in "Konzertvereinigung Wiener Volksopernchor". Der Chor verdankt sein hohes künstlerisches Niveau neben der profunden, stimmlichen Ausbildung seiner Mitglieder sowohl seiner Vielseitigkeit, Flexibilität und Spielfreude in verschiedensten Genres, als auch der Zusammenarbeit mit hervorragenden Chorleitern und Dirigenten. Zahlreiche Gastspiele führten durch Europa und Asien, sowie zu den bedeutendsten österreichischen aber auch ausländischen Festspielen unserer heutigen Zeit, wie den Bregenzer Festspielen, den Seefestspielen Mörbisch, Festspielen Langenlois und die Savonlinna Opernfestspiele in Finnland. http://kv-volksopernchor.atFoto: Barbara Palffy