Handlung

Das Stück spielt in Ungarn um 1750, zur Herrschaftszeit Maria Theresias. Sándor Barinkay ist der Held der Geschichte, dessen Vater aufgrund kriegsbedingter Konflikte vor langer Zeit ins Exil musste. Der Sohn kehrte nach Ungarn zurück, um sein Erbe anzutreten. Er hält um die Hand Arsenas an, die Tochter des Schweinebauers, der den Hof von Barinkay als sein Grundbesitz ansieht. Czipra, die alte Zigeunerin, erkennt in ihm den Sohn des früheren Besitzers und macht ihn mit den Zigeunern bekannt, die ihn gleich als ihren Herrn (Wojwoden) anerkennen. Dort verliebt sich Barinkay in die „Zigeunertochter“ Sáffi. Nach viel Aufruhr und den Einzug des Helden in den Krieg und dessen wohlbehaltene Rückkehr, konnte er schlussendlich die Liebe seines Lebens heiraten.


Entstehung

„Der Zigeunerbaron“ ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauß. Das Buch stammt von Ignaz Schnitzer und basiert auf der Novelle Sáffi von Mór Jókai. Das Stück wurde im Jahr 1885 im Theater an der Wien uraufgeführt. Im Jahr 1910 wurde die Operette erstmals in der Semperoper in Dresden und danach in der Staatsoper Wien aufgeführt. Aufgrund der großen Bekanntheit wurde die Operette gleich mehrmals verfilmt, 1954 von Arthur Maria Rabenalt in Deutschland sowie 1962 noch einmal unter der Regieleitung von Kurt Wilhelm als deutsch-französische Co-Produktion. Der Komponist Johann Strauß schuf berühmte Melodien, wie etwa „Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck“.