|

|
Den Besuchern des OperettenSommers 2007 dürfte der
grandiose Thaddäus Podgorski noch gut in Erinnerung sein –
war er doch abwechselnd mit Helmut Lohner in der Paraderolle des Gefängnisdieners
Frosch zu sehen.
Der 1935 geborene Wiener war Chefreporter und ORF-Generalintendant, Operetten-„Frosch“
und Josefstadt-Regisseur. Podgorski zeichnete sich im ORF für die
Einführung der Sendung „Bundesland heute“ ebenso verantwortlich
wie für die Etablierung der Volksgruppensendungen.
Dem Publikum ist Teddy Podgorski auch als Theaterregisseur und Schauspieler
auf der Bühne und im Film bekannt. Er inszenierte Aufführungen
am Theater in der Josefstadt sowie in den Wiener Kammerspielen und wirkte
unter anderem in Produktionen der Staatsoper, der Volksoper und der Seefestspiele
Mörbisch mit.
Diesen Sommer wird Thaddäus Podgorski als Leopold Maria, Fürst
von und zu Lippert-Weylersheim in Kufstein zu sehen sein.
|
 |
Bereits als Kind stand Guggi Löwinger („Anhilte“,
Frau des Fürsten) auf der Bühne. Mit 9 Jahren begann sie eine
Tanzausbildung, trat mit 13 Jahren in die Schauspielschule Kraus ein und
studierte Gesang bei KS Esther Rethy. Ihr erstes Engagement trat sie im
Stadttheater Baden an. Dort kreierte sie eine Reihe von Hauptrollen in
den Sparten Operette, Schauspiel und Musical.
Anschließend wurde sie nach Koblenz verpflichtet, wo sie wieder
im Schauspiel und in der Operette tätig war. Von dort wurde sie als
Lisa in „Gräfin Mariza“ an die Volksoper verpflichtet.
Trotz eines zeitgleichen Engagements am Staatstheater am Gärtnerplatz
München und zahlreichen Verpflichtungen in Fernseh- und Kinofilmen
war Löwinger immer der Volksoper verbunden, wo sie in zahlreichen
Rollen zu sehen war.
Für ihre Darstellung der Midili in „Die Rose von Stambul“
wurde die Künstlerin 1961 mit dem Goldenen Ratshausmann der Stadt
Wien ausgezeichnet. 1981 erhielt sie das Österreichische Ehrenkreuz
für Kunst und Wissenschaft, und sie ist Ehrenmitglied der Volksoper
Wien.
Löwinger wirkte in fast allen großen österreichischen
Sommer- und Festspielen mit, tritt laufend im österreichischen und
deutschen Fernsehen auf und hat ihre Glanzrollen auf unzähligen Schallplatten
eingespielt.
Im Mai 2007 wurde Guggi Löwinger mit dem Österreichischen Ehrenkreuz
für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.
|
 |
Thomas Blondelle (Fürstensohn „Edwin Ronald“)
wurde 1982 in Brügge/Belgien geboren. Im Alter von 14 Jahren begann
er mit seiner Gesangsausbildung bei Catherine Vandevelde am Stedelijk
Konservatorium seiner Heimatstadt. Dort studierte er auch Klavier, Musikwissenschaft,
Komposition und Kammermusik. 2003 schloß er sein Gesangstudium in
Tielt mit Auszeichnung ab, 2006 sein Musikwissenschaftsstudium an der
Universität in Leuven.
Neben zahlreichen Preisen erhielt er als jüngste Auszeichnung von
der Gesellschaft der Staatstheaterfreunde in Braunschweig den „Förderpreis
für junge Theaterkünstler 2007“.
Thomas Blondelle’s besonderes Interesse galt von Anbeginn der Oper.
Als Student in Brügge sang er bereits die Hauptpartien (damals noch
als Bariton) in Rossinis Il barbiere di Siviglia, Purcells Dido and Aeneas,
Mozarts Bastien und Bastienne, Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Die Zauberflöte.
In professionellen Produktionen sang er in The Tempest (Youth Opera Festival
Utrecht 2002) und Ausschnitte aus La bohème im Opernstudio des
Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel in der Regie
von Christof Loy, und Die Zauberflöte (Theater Leuven). 2003 sang
er Hans Scholl in Zimmermanns Die weiße Rose am Théâtre
Royal de la Monnaie in Brüssel, eine Produktion die er dort auch
2005 sang, sowie 2004 am Grand Théâtre de Luxemburg, diesmal
unter Leitung von Udo Zimmermann selbst. 2004 sang er Baron von Laur/Der
Silbersee in Bruges und Gent (De Vlaamse Opera), 2005 Alfredo/La traviata
in Frankreich und Belgien, Offizier/Ariadne auf Naxos in Antwerpen und
Gent (De Vlaamse Opera), 1. Priester bzw. 1. Geharnischter/Die Zauberflöte
(Opéra de Toulon). 2006 debutierte er als Cassio/Otello (Braunschweig)
und Tamino/Die Zauberflöte (Paris und Normandie).
2007 kreierte der junge Tenor am Théâtre Royal de la Monnaie
in der Uraufführung von Benoît Mernier’s Frühlings
Erwachen eine der Hauptpartien, Melchior Gabor. Als Ensemblemitglied am
Staatstheater Braunschweig sang er Boris/Katya Kabanova, Alfredo/La traviata,
Junge Nietzsche/Cosima, Nando/Tiefland, Edwin/Die Csardasfürstin,
Prinz/Die Liebe zu den drei Orangen, 2008/2009 Belmonte/Die Entführung
aus dem Serail.
Neben seinen Engagements als Sänger komponiert Thomas Blondelle.
Seine Lieder wurden 2000, 2001 und 2002 mit dem jeweils Ersten Preis des
‘Aquarius Wettbewerb’ für Junge Komponisten ausgezeichnet.
2005 wurde sein Musical Sarah in Bruges uraufgeführt. 2006 stellte
Thomas Blondelle sein erstes Oratorium, Requiem, fertig. 2006 inszenierte
Thomas Blondelle eine Studentenproduktion von Purcells Dido and Aeneas
in Belgien. 2007 wurde die Kinderoper Die weiße Schlange in Belgien
uraufgeführt, für die Thomas Blondelle das Libretto schrieb. |
 |
Die gebürtige Wienerin Martina Dorak schlüpft
beim OperettenSommer Kufstein in die Rolle der „Komtesse Stasi“.
Die Sopranistin studierte bei Prof. Gerhard Kahry von der Hochschule der
Stadt Wien Gesang, absolvierte eine klassische Tanzausbildung an der Wiener
Staatsoper und nahm auch Schauspielunterricht am Konservatorium der Stadt
Wien.
Ihr erstes Engagement führte sie nach Deutschland mit dem Musical
„The Fantasticks“. Darauf folgten weitere Produktionen am
Theater an der Wien, so spielte sie in der Uraufführung von „Cats“
(Jemima) und „Les Miserables“ (Cosette).
Eine rege Gastspiel- und Konzerttätigkeit führten sie schon
fast um die ganze Welt: Im Zuge der Gastspiele der Volksoper reiste sie
mehrmals nach Japan, letztens als Adele in der „Fledermaus“.
Auch in Hongkong, Peking, London, München, Frankfurt und Stuttgart
war sie mit einem Lehár/Strauß-Programm zu hören und
debütierte als Hanna Glawari („Die lustige Witwe“).
Sie gastierte an der Züricher Oper als Valencienne - in dieser Rolle
war sie auch bei den Mörbischer Festspielen (1993) zu sehen. Nach
den Rollen Klärchen und Ottilie an der Volksoper Wien debütierte
sie als Rösslwirtin im Sommer 2005 in Langenlois. Im Sommer 2006
war sie in Bad Hall als Friederike („Der fidele Bauer“) zu
erleben.
Seit einigen Jahren ist Martina Dorak gern gesehener Gast im Deutschen
Fernsehen, so z. B. bei den Produktionen „Sonntagskonzert“,
„Kein schöner Land“, „Weihnacht mit dem Bundespräsidenten“
und zuletzt in einer Show mit André Rieu. Im ORF präsentierte
sie gemeinsam mit Michael Kraus im Musikantenstadl Highlights aus der
Volksopernproduktion „The Sound of Music“.
Seit 1992 ist Martina Dorak fixes Ensemblemitglied der Volksoper Wien.
Die vielseitige Künstlerin war hier u. a. als Franzi („Ein
Walzertraum“), Valencienne („Die lustige Witwe“), Eliza
(„My Fair Lady“), Maria („West Side Story“), Hodel
(„Anatevka“), Papagena („Die Zauberflöte“),
Cagliari („Wiener Blut“) sowie Adele („Die Fledermaus“),
Ottilie („Im weißen Rössl“), Hortense („Der
Opernball“), Frau des Briefträgers & Lehrerin (UA von Elisabeth
Naskes „Die feuerrote Friederike“), Maria Rainer („The
Sound of Music“), Julie Wermont („Der Graf von Luxemburg“)
und Arsena („Der Zigeunerbaron“) auf der Bühne zu sehen.
|
 |
Daniel Serafin, in Kufstein in der Rolle des „Graf
Boni Kancsianu“ zu sehen, wurde 1981 in Wien geboren. Er absolvierte
u.a. sein Gesangs- und Schauspielstudium in Graz, am Mozarteum in Salzburg
und an der Privatuniversität Konservatorium Wien, wo er 3 Jahre lang
die Opernklasse absolvierte. Studiums-Auslandsaufenthalte führten
ihn nach Karlsruhe, München, Paris und New York (Juilliard School,
Manhattan School of Music)
Zu seinen Lehrern zählten u.a: KS Peter Seiffert, I. Natchev, Arthur
Levy, Mark Oswald und Bill Schuman.
Zwischen 2002 und 2005 war in Gastauftritten am Theater in der Josefstadt
in den Stücken “Beste Freunde“, „Die Gigerln von
Wien“ und in Nestroys „ Kampl“ mit Helmuth Lohner und
Otto Schenk zu sehen.
2005 sang er in Ravels Oper „L'Enfant et les Sortilèges“
und in Donizettis „Viva la Mamma“ sowie bei zahlreichen Konzerten,
ein breit gefächertes Opern und Operettenrepertoire. 2006 sang er
in Benjamin Brittens „Albert Herring“ die Rolle des Sid sowie
bei Richard Heubergers „Opernball“ den Paul Aubier. 2007 war
er als Sivio in Leoncavallos „Pagliacci“, sowie als Spalanzani
in Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ am Theater Akzent
in Wien zu hören.
Daniel Serafin debütierte 2005 bei den Seefestspielen Mörbisch
als Cascada in „Die lustige Witwe“; 2007 als Josef in „Wiener
Blut“.
|
 |
Die lyrische Sopranistin Tünde Franko mimt die zentrale
Figur dieser Operette, die berühmte Chansonette „Sylva Varescu“.
Tünde Franko wurde in Budapest, Ungarn geboren und erhielt ihre Ausbildung
an der Franz Liszt Musikhochschule in ihrer Heimatstadt. Tünde Frankó
wurde mit sechs Preisen ausgezeichnet, darunter 1998 mit dem „Liszt“-Preis.
Die junge Künstlerin wurde u. a. an folgende Häuser engagiert:
Ungarische Staatsoper Budapest, Städtisches Operettentheater Budapest
und an das Landestheater Vorarlberg. Sie stand dabei in folgenden Rollen
auf der Bühne: Susanna („Le nozze di Figaro“), Fiordiligi
(„Così fan tutte“), Pamina („Die Zauberflöte“),
Mimì („La Bohème“), Liù („Turandot“),
Manon („Manon Lescaut“), Lauretta („Gianni Schicchi“),
Cio-Cio-San („Madama Butterfly“), Maguérite („Faust“),
Antonia („Le contes d’Hoffmann“), Micaela („Carmen“),
Tatjana („Eugen Onegin“), Rosalinde („Die Fledermaus“)
sowie Gräfin Mariza und Lisa („Das Land des Lächelns“).
An der Volksoper Wien debütierte Tünde Frankó in der
Saison 2004/05 in der Rolle der Sylva Varescu in der „Csárdásfürstin“
und wird heuer wieder als Gräfin Mariza („Gräfin Mariza“)
zu sehen sein. |
 |
Der gebürtige Niederösterreicher Josef Luftensteiner
(„Feri v. Kerekes“), studierte Kontrabass und später
Gesang am Bruckner-Konservatorium in Linz und an der Musikhochschule Wien.
Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, bestreitet seit 1981 Konzerte
und Liederabende im In- und Ausland.
Luftensteiner war Ensemblemitglied der Wiener Kammeroper und der Oper
Graz, wo er u. a. den Barbier von Sevilla, Schaunard („La Bohème“),
Silvio („I Pagliacci“), Homonay („Der Zigeunerbaron“)
und Boccaccio sang. Im Sommer 2006 war er als Fideler Bauer im Stadttheater
Bad Hall und in Berndorf zu sehen.
Seit 1987 / 88 ist der Bariton Mitglied der Volksoper Wien - hier war
er u. a. als Papageno & Sprecher („Die Zauberflöte“),
Josef („Wiener Blut“), Dr. Cajus („Die lustigen Weiber
von Windsor“), Gouverneur („La Périchole“), Montschi
(„Ein Walzertraum“), Pappacoda („Eine Nacht in Venedig“),
Großfürst („Der Zarewitsch“), Boni („Die
Csárdásfürstin“), Dancairo („Carmen“)
sowie Vicomte Cascada („Die lustige Witwe“), Leopold („Im
weißen Rössl“), von Henrici („Der Bettelstudent“),
Max Dettweiler („The Sound of Music“), Frank („Die Fledermaus“),
Anton Schnappauf („Der Evangelimann“) und Mauleselmann („Die
Kluge“) zu sehen.
Am 30. Mai 2005 wurde Josef Luftensteiner der Kammersänger-Titel
verliehen.
In der Saison 2007/08 steht Luftensteiner unter anderem als Frank („Die
Fledermaus“), Mauleselmann („Die Kluge“), Baron Zeta
(„Die lustige Witwe“), Anton Schnappauf („Der Evangelimann“),
Oberst Pickering (NE „My Fair Lady“), Dancairo („Carmen“)
und Ambrosio in der Neuproduktion „Der Barbier von Sevilla“
auf der Bühne. |
 |
Stefan Rehm, in der Rolle des Oberleutnants „Eugen
von Rohnsdorff“ zu sehen, wurde 1956 in Kassel geborgen. Er erhielt
seine Ausbildung in München, an der Staatlichen Musikhochschule zum
Opern- und Konzertsänger und beim Bayerischen Rundfunk zum Sprecher.
Das erste Engagement führte ihn drei Jahre lang ans Stadttheater
Würzburg, wo der junge Sänger erste Erfahrungen sowohl im klassischen
Bassfach (Sarastro, Gremin, Coline, u.a.) als auch in Operette, Musical
und Schauspiel machte. Es folgten Jahre mit freien Gastengagements im
Opern- und Konzertbereich, die Rehm u.a. nach Japan führten, nach
Brüssel, Frankfurt und Los Angeles, nach Salzburg zur Mozartwoche
und zu den Sommerfestspielen, nach Italien, Israel und in die Schweiz,
zu den Kasseler Musiktagen, ans Leipziger Gewandhaus, ans Dortmunder Konzerthaus,
zur Gächinger Kantorei und zum Festival Wien Modern. Stephan Rehm
hatte dabei die Gelegenheit, unter den Dirigenten Howard Arman, Sylvain
Cambreling, Nikolaus Harnoncourt, Ingo Metzmacher, Helmut Rilling, Markus
Stenz u.a. zu musizieren, und mit Regisseuren wie Nicolas Brieger, Ursel
und Karl Ernst Herrmann, Peter Mussbach und Werner Schroeter zusammenzuarbeiten.
Parallel dazu verlor Rehm die Tätigkeit als Sprecher für Rundfunk
und Fernsehen nie aus den Augen und arbeitet heute regelmäßig
an seinem derzeitigen Wohnort Wien für den ORF.
Seit 1990 arbeitet Stephan Rehm auch als Sprachcoach für deutsche
Aussprache und Dialoggestaltung in deutschsprachigen Opernproduktionen,
u.a. regelmäßig bei den Salzburger Festspielen, beim Festival
Aix-en-Provence (wo für die nächsten vier Jahre „Der Ring
der Nibelungen“ mit Sir Simon Rattle auf dem Programm steht) und
an der Wiener Volksoper. Eine weitere berufliche Herausforderung war von
1994-1998 die Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Tiroler
Landestheater Innsbruck. |
| |
< zurück |
| |